
Brennesselsamen
Die Pflanze ist von der Wurzel bis zum Samen für uns sehr wertvoll.
Vor allem die schweren vollen Samenstände der weiblichen Pflanzen können in rauhen Mengen abgeerntet werden. Sie schmecken sowohl grün als auch später braun, frisch, getrocknet oder gemahlen.
Sie sind kleine Kraftpakete mit sehr viel Eiweiß und fetten ölen, Linolsäure, Vitamine (A, B, C), Eisen, Kalium und viel mehr.
Sie wurden schon früher als Aphrodisiakum verwendet.
Sie bringen Kraft bei Erschöpfungszuständen und stärken das Immunsystem, gleichen den Hormonhaushalt aus und werden industriell auch zu Nesselsamenöl verarbeitet.
Ernte der Brennessel Samen
Die ersten Samenrispen bilden sich Mitte bis Ende August und reifen bis Mitte Oktober.
In wärmeren Gebieten reifen diese sogar bis in den November.
Tipp: Bei der Ernte nicht auf lange Ärmel und Handschuhe verzichten
Du kannst grüne (unreife Samen) ernten und diese frisch verwenden.
Braune (reife Samen) sind ideal zum Trocknen geeignet.
Reife Samen haben ein besonders beliebtes nussiges Aroma.
Empfehlenswert ist es auch die Samen an trockenen, sonnigen Tagen zu ernten, da sie ansonsten sehr schnell schimmeln könnten.
Brennnesselsamen
sind kleine Kraftpakete:
reich an Eiweiß, wertvollen Fettsäuren, Vitamin E und Mineralstoffen.
Man kann sie sowohl kulinarisch als auch gesundheitlich nutzen. Hier eine Übersicht, was du alles daraus machen kannst:
🌿 Kulinarisch
Roh verwenden: einfach über Müsli, Joghurt, Salate oder Suppen streuen.
Geröstet: kurz in der Pfanne ohne Fett anrösten – dann schmecken sie nussig und passen toll zu Gemüsegerichten, Bowls oder als Topping auf Brot.
Im Brot/Brötchenteig: wie Leinsamen oder Sonnenblumenkerne mit verbacken.
Pestos & Aufstriche: zusammen mit Kräutern, Öl und Nüssen mixen.
Smoothies & Shakes: ein bis zwei Teelöffel für einen Nährstoffkick.
Samen-„Gewürz“: mit Salz oder Kräutern vermischen und als Streuwürze verwenden.
🌱 Gesundheitlich & traditionell
Tonikum: Samen wurden früher als „Stärkungsmittel“ bei Müdigkeit, Rekonvaleszenz oder zur Kräftigung nach Krankheiten verwendet.
Energiebooster: ein Löffel roh oder geröstet wirkt anregend (sie sind leicht stimulierend).
Kräutertee: selten pur, aber gemischt mit Blättern oder anderen Kräutern für eine mineralstoffreiche Mischung.
Ölauszug: in Pflanzenöl eingelegt, um die wertvollen Fettsäuren zu gewinnen (für Hautpflege oder als Nahrungsergänzung).
Tinktur: in Alkohol angesetzt für eine stärkende Kräutermedizin.